Morde, Machtspiele, Gänsehaut: Auch im Frühjahr und Sommer 2026 prägen Krimis das Bücherjahr. Mal spielt die Handlung in sonnendurchfluteten Landschaften, mal in hermetisch abgeschlossenen Welten – selten bleiben die Orte harmlos. Eine Auswahl:
Nordische Schatten und kalte Wahrheiten
„Die Farm der Mädchen“ von Hans Rosenfeldt
Mitten in der Nacht fliehen zwei hochschwangere Frauen durch die schwedischen Wälder – verfolgt und in panischer Angst. Kurz darauf wird ein totes Baby gefunden, die Mutter ist spurlos verschwunden. Polizistin Hannah Wester, selbst am Limit nach einem schweren Verlust, übernimmt den Fall – und gerät in eine Geschichte, die immer größer und verstörender wird.
„Wellengrab“ von Stefan Ahnhem
Ein plötzlicher Blackout legt die schwedische Küste lahm – und reißt Kommissar Fabian Risk mitten aus einem Segeltörn mit seiner Tochter in einen rätselhaften Fall: bizarre Vorfälle, Zeugen verhalten sich merkwürdig, nichts passt zusammen. Als zudem ein Mädchen verschwindet, führt die Spur zurück zu dem Stromausfall – und in ein Geflecht, das weit größer ist, als es zunächst scheint.
„Ostseehölle“ von Eva Almstädt
Eine Frauenleiche im Turm der Lübecker Marienkirche – offenbar gestoßen. Kommissarin Pia Korittki stößt auf einen Chor voller Geheimnisse, in dem hinter der Fassade aus Harmonie dunkle Konflikte schwelen. Doch kurz bevor sie der Wahrheit näherkommt, wird sie aus dem Fall gedrängt.
„Schlangengrube“ von Anna Jansson
Nach einem Kinobrand wird im Lüftungsschacht die Leiche eines jungen Mannes entdeckt – verschwunden vor 40 Jahren, in derselben Nacht wie eine ermordete Mitschülerin. Kommissar Kristoffer Bark nimmt die Ermittlungen auf, doch ein tödlicher Giftanschlag auf ein Universitätsfest zwingt ihn zum Umdenken. Bald zeigt sich: Die Fälle hängen zusammen.
Regional-Krimi
„Tödliches Déjà -vu“ von René Anour
Die Provence, eine Gegend der Sonne und der Bienen – doch im Umfeld von Commissaire Louis Campanards Lavendelgarten gerät dieses Bild ins Wanken. Die Bienen verschwinden, ohne dass sich eine Erklärung findet. Monique Gaillard, eine exzentrische Bioimkerin, ist überzeugt, dass jemand die Tiere bedroht. Als sie tot aufgefunden wird – gestochen von ihren eigenen Bienen – führt die Spur zu einem mysteriösen Fall, der sich vor Jahrzehnten schon einmal ereignet hat.
„Tote trinken keinen Riesling“ von Lilly Hess
Rosi Ritter wollte eigentlich nur eine harmlose Busreise durch die Pfalz organisieren – doch stattdessen findet sie eine Leiche im Wald. Die Tote ist eine junge Winzerin, und ein mysteriöses Amulett deutet direkt auf Rosis eigenes Umfeld. Gemeinsam mit einer Ex-Kommissarin und einer Tangotänzerin beginnt Rosi zu ermitteln – zwischen Weinfesten, Familienfehden und jeder Menge Chaos.
Ungewöhnliche Ermittler
„Mord ist die beste Beseitigung“ von Volker Klüpfel
Ein rätselhafter Reiseruf im Radio, eine verschwundene Autofahrerin – und zwei ungewöhnliche Ermittler: Möchtegern-Schriftsteller Tommi und Putzfrau Svetlana wittern sofort ein Verbrechen. Als sie die Spur der Frau bis zu einem Rastplatz verfolgen, ist diese bereits spurlos verschwunden. Was als spontane Verfolgung beginnt, entwickelt sich schnell zu einem neuen Fall – und führt das ungleiche Duo tief in menschliche Abgründe.
„Betreutes Morden“ von Fergus Craig
Carol wollte im Seniorenheim eigentlich nur ihren Ruhestand genießen – nach 35 Jahren Gefängnis und sieben Morden. Doch ausgerechnet jetzt passiert direkt vor ihrem Balkon ein neuer Mord, und sie steht sofort unter Verdacht. Dumm nur, dass ihr neuer Freundeskreis aus ehemaligen Ermittlern besteht – und Carol gezwungen ist, ihre ganz eigenen Fähigkeiten einzusetzen, um ihre Unschuld zu beweisen.
Urlaub, Sonne – und tödliche Abgründe
„Heaven's Gate“ von Daniel Faßbender
Der ehemalige Profisurfer und Privatdetektiv Caruso ist auf der philippinischen Insel Surogao gestrandet und hoch verschuldet, als er den Auftrag erhält, den verschwundenen Sohn einer Spanierin zu finden. Die scheinbare Urlaubsidylle entpuppt sich schnell als Umschlagplatz für Drogen und Gewalt. Je tiefer Caruso ermittelt, desto stärker gerät er in einen Strudel aus Korruption – und weiteren dunklen Geheimnissen.
„Rote Sonne – Mord auf Fuerteventura“ von Eric Berg
Was als glamouröse Jubiläumsfeier auf Fuerteventura beginnt, endet tödlich: Vor den Augen des ehemaligen Kriminalinspektors Fabio „Flaco“ Lozano bricht eine Frau plötzlich zusammen. Schnell wird klar, dass Gift im Spiel ist – und Flaco beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Als ein weiterer Anschlag folgt, gerät er immer tiefer in einen Fall, der ihn persönlich stärker trifft, als ihm lieb ist.

Foto: -/Penguin Random House Verlagsgruppe/dpa

Foto: -/Penguin Random House Verlagsgruppe/dpa

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